Neue Geschichte

Superdaddy Ulf schreibt am 01.11.2011:

 

Das Feuerwerk

Ich wollte euch mal erzählen, was für eine Angst ich früher vor Feuerwerk hatte und wie mein Vater mir meine Angst nahm ! Bis zu meinen 8ten Lebensjahr hatte ich panische Angst vor dem Geknalle gehabt. Ich bin auf St. Pauli aufgewachsen. Die engen Straßen und vielen Torbögen machten jeder kleinen Cracker zum Kanonenschlag !! Und wie die Teile zwischen 1970 und 1980 noch ballerten könnt Ihr euch ja denken. Nun ja ! Ich wollte nie zu Silvester mit meinem Vater auf die Straße gehen. Ich schrie vor Angst wie ein Mädchen "Nun", dachte sich mein Vater, "nehme ich dem Jungen mal die Angst !" Es wurde das Wohnzimmerfenster geöffnet und mein Vater holte einen Luftheuler. Er drückte mir den Heuler in die Hand und sagte, "Wenn das Ding sprüht dann schmeißt Du das Teil raus !" Ich hielt das Pfeifer mit zitternden Händen als mein Vater das Ding zündete. Der Heuler sprühte und ich warf voller Panik das Teil aus dem Fenster. Nur was nun kam war nicht so geplant !! Ich warf das Ding falschherum raus. Also mit der Düse nach vorne Das Scheiß Ding jaulte zurück in das Wohnzimmer. Immer sauber im Raum umher !! Ich schätze mal es waren so 5 Runden rund um das Wohnzimmer rum mit einem tierischen Pfeifen durch die Gardinen durch !!! "Ach Du Kacke" meinte mein Vater. "Mutti reißt uns die Rübe ab !" Saubere, kreisrunde Löcher in der schönen Ardo-Gardine (die mit der Goldkannte . Wer so in meinem Alter ist kennt diese noch ) Meine Vater fummelte so lange an den Vorhängen rum bis die Löcher nicht mehr zu sehen waren

Kommentare: 2 | Kommt "1097" Superdaddy bekannt vor.

 

Superdaddy Thomas kommentierte dies am 21.11.2011:

 

Bei mir sah das etwas anders aus: mein Vater war Silvestermäßig nicht unbedingt ein Superdaddy und so brachte ich mir das Böllern selber bei. Getreu dem Motto „mein Kumpel hat zwei Schinken China-Böller C, also brauche ich drei Schinken China-Böller D" ;) bin ich mit etwa 13 oder 14 Jahren das erste Mal mit meinem Vater zum Gefahrguthändler meines Vertrauens gefahren. Man gab vorne am Verkaufstresen seine Bestellung auf und dann holte ein Mitarbeiter das gute Zeugs aus´m Lager. Als ich die Bestellung aufgab, wusste mein Daddy nicht, was „Schinken" im Zusammenhang mit Böllern bedeutet und so stoppte er mich auch nicht. Als dann aber der freundliche Mitarbeiter die fast zwei dutzend Schinken nach vorne brachte, war das Entsetzen in den Augen meines Vaters sichtbar und erst recht hörbar. Leider nicht nur für mich sondern auch für alle anderen Kunden... Die (ja bereits bezahlten) Schinken wurden dann schön eingeteilt und reichten auch bis weit nach Silvester;)

 

 

Superdaddy Sabine kommentierte dies am 19.11.2011:

 

sehr schön! die ardo-gardine hat bei uns auch gelitten und irgendwann knallten wir auch nur noch draussen...